näh und overlockgarne

Warum sich gutes Nähgarn lohnt!

Hej,
Kilometerweise Nähgarn haben wir in unserem Leben schon vernäht. Vor einigen Jahren durfte ich mal Adventskalender aus Zeitungspapier vernähen.

17 Kilometer Faden habe ich verbraucht. Hier im Blog kannst du nachsehen, wie diese ausgesehen haben.

Warum sich gutes Nähgarn lohnt?

Was ist der Vorteil von Qualitätsnähgarn, warum genügt nicht auch ein günstiges Nähmaschinengarn? Was ist der Unterschied zwischen Nähgarn und Overlockgarn und warum gibt es so unterschiedliche Overlockgarne? Und wofür braucht man auch noch Heftgarn oder Transparentgarn, Jeans- oder elastischen Faden? Diese Fragen will ich hier teilweise beantworten.

Nähgarne für die Nähmaschine müssen sehr unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Sie sollen dünn und trotzdem reißfest, strapazierfähig sein, lichtecht, und nicht brüchig werden. Overlockgarne müssen nicht so reißfest sein, da eine Overlocknaht aufgrund ihrer Schlingenstruktur auch hält, wenn das Garn von einfacher Qualität ist. Es soll aber am Ende gut verknoten und sich nicht wieder lösen. Bei sehr dünnen Stoffen soll es aber vor allem dünn und nicht auftragend sein. Da ein Garn nicht alle Anforderungen erfüllen kann muss man verschiedene für die speziellen Einsatzbereiche nehmen. Hier eine kleine Darstellung der unterschiedlichen Garne.

Gaby vom myOverlock Verlag widmet sich in Ihren Büchern übrigens ausführlich über Nähzutaten wie Vlieseline, Nadeln und eben auch Garne. Ihr findet diese bei mir im Webshop und natürlich im AtelierLädeli.

Meine Fäden im Lädeli sind von Gütermann, Madeira und der ganz grosse Teile beziehe ich bei der Firma Mettler. Bei Mettler habe ich alle Farbkarten da und sende euch diese gerne zu. Denn es gibt nichts schöneres als Faden der perfekt zum Stoff abgestimmt ist.

Garnvielfalt für alle Einsätze

Nähgarn Lexkion

Verwenden Sie zum Nähen mit der Maschine immer Garne von hoher Qualität. Gutes Nähgarn muß gleichmäßig gesponnen und reißfest sein, wenn Sie nicht ständig neu einfädeln möchten.

Nähgarn ist eine bestimmte Art des Garns, die zum Nähen geeignet ist. Es existieren sehr viele verschiedene Sorten von Nähgarn, ihnen allen sind jedoch einige wichtige Eigenschaften gemein. Dazu zählt, dass Nähgarne reißfest, scheuerfest und schlingenfest sind. Dabei können synthetische Zwirne eine deutlich höhere Reißfestigkeit aufweisen als Baumwollzwirne. Alle Nähgarne sind dehnbar, zugleich aber formstabil. Darüber hinaus gehört zu ihren wichtigsten Eigenschaften, dass sie gleitfähig sind.

Für die meisten Näharbeiten eignet sich Synthetikgarn am besten. Es ist reißfest, farbecht, pflegeleicht und in vielen Farben und Stärken erhältlich.

Was ist Overlockgarn?

Overlockgarne gibt es – wie andere Garne auch – in verschiedenen Stärken. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto stärker ist das Garn. Overlock Nähgarn ist für fast alle Arten von Stoffen geeignet, auch für sehr feine wie Organza oder Tüll. Es ist bis 95 Grad waschbar und verträgt hohe Bügeltemperaturen.

  • Bei der Auswahl des Overlock-Nähgarns lohnt es sich, auf gute Qualität zu achten
  • Overlock-Garne sind bis zu 95 Grad waschbar und bis zu 200 Grad bügelbar, durch das Bügeln schmiegen sich die Fäden besonders fest an den Stoff an
  • Wenn man aufgrund von verschiedenfarbigen Stoffen nicht ständig neues Garn einfädeln möchte, empfehle ich ein mittelgraues Garn, da das praktisch universell einsetzbar ist
  • Es können entweder 4 gleichfarbige Konen oder auch farbig gemischte Konen verwendet werden, je nachdem wie farbenfroh du es haben möchtest.
  • Experimentiere ruhig mit Bauschgarn, Wollfaden oder auch mal mit einem Metalicgarn. Grad die Mussline Stoff mit Rollsäumen sind absolut trendy. Da lohnt sich der Einsatz von schönem Bauschgarn.

Muss ich davon immer 4 gleiche Ovi-Garne verwenden?

Jein. Bei Bauschgarnen kannst du drei “normale” Garne verwenden und ein Bauschgarn im unteren Greifer.

Bei anderen Garnen heißt es, ebenso wie bei der Nähmaschine: Ausprobieren! Nicht jede Maschine näht mit jedem Garn perfekte Nähte. Es lohnt sich also, ein paar Probenähte zu machen!

Bestimmt habe ich noch nicht alle Fragen beantwortet – aber immerhin schon mal einen Teil davon.

Seit mutig und wagt euch an “andere” Garne!

Herzlichst,